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Zimmerpflanzen vermehren: Ein Leitfaden für Einsteiger

  • smajewski-reiche7
  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen


Die Vermehrung von Zimmerpflanzen ist eine hervorragende Möglichkeit, die eigene Sammlung kostengünstig zu erweitern. Es bereitet viel Freude, den Prozess vom Steckling zur eigenständigen Pflanze zu begleiten und dabei mehr über die Bedürfnisse der grünen Mitbewohner zu erfahren. Dieser Leitfaden führt durch die Grundlagen der Pflanzenvermehrung, damit die neuen Ableger prächtig gedeihen.


Was bedeutet Pflanzenvermehrung?


Pflanzenvermehrung ist der Prozess, bei dem aus verschiedenen Quellen – wie Samen, Stecklingen oder anderen Pflanzenteilen – neue Pflanzen gezogen werden. Bei Zimmerpflanzen sind Stecklinge, Teilung und Kindel die gängigsten Methoden. Die Wahl der richtigen Methode hängt dabei stark von der jeweiligen Pflanzenart ab.



Der beste Zeitpunkt für die Vermehrung


Das Frühjahr gilt als idealer Zeitpunkt, da Pflanzen mit Beginn der aktiven Wachstumsphase eine natürliche Vitalität entwickeln, die das Wurzelwachstum begünstigt. Auch der frühe Sommer bietet gute Bedingungen, sofern die jungen Pflanzen vor extremer Hitze geschützt werden.

Pflanzenvermehrung ist wie ein kleines Wunder der Natur im eigenen Wohnzimmer – aus einem einzigen Blatt oder Zweig entsteht mit etwas Geduld ein ganz neues Leben.

Benötigtes Werkzeug


Für eine erfolgreiche Vermehrung sollten folgende Utensilien bereitstehen:

  • Scharfe Schere, Gartenschere oder ein scharfes Messer (z. B. Kent & Stowe Zimmerpflanzen-Schere)

  • Kleine Töpfe

  • Glasgefäße (für Wasserstecklinge)

  • Westland Zimmerpflanzen Erde oder Kakteen- & Sukkulenten Erde

  • Zimmergießkanne (z. B. Kent & Stowe Indoor-Gießkanne)

  • Sprühflasche


Methoden der Vermehrung


Stammstecklinge

Stammstecklinge gehören zu den effektivsten Methoden. Dabei wird ein Teil des Stammes der Mutterpflanze abgeschnitten, die unteren Blätter entfernt und das Stück entweder in frische Erde oder in ein Wasserglas gesetzt. Der Steckling bildet eigene Wurzeln aus und wächst zu einer neuen Pflanze heran. Diese Methode eignet sich auch hervorragend, um zu groß gewordene Pflanzen wieder in Form zu bringen.

Pflanzen: Efeu-Tute, Philodendron, Monstera, Grünlilie

  1. Den Knotenpunkt (Node) der Pflanze ausfindig machen und kurz darunter schneiden.

  2. Die unteren Blätter entfernen, um den Knoten freizulegen.

  3. Den Stiel in ein Glas mit sauberem Wasser stellen.

  4. Unter Wasser liegende Blätter entfernen, um Fäulnis zu vermeiden.

  5. Das Glas an einen hellen Ort stellen, bis sich Wurzeln bilden.

  6. Sobald ausreichend Wurzeln vorhanden sind, den Steckling in Erde eintopfen.

Blattstecklinge

Bei dieser Methode reicht ein Teil eines Blattes aus, um eine neue Pflanze zu ziehen. Dies ist besonders bei Sukkulenten oder bestimmten blattschönen Pflanzen üblich.

Pflanzen: Bogenhanf

  1. Ein Stück eines Blattes von der Pflanze abschneiden.

  2. Das Blattstück etwa 48 Stunden an einem trockenen Ort liegen lassen, damit die Schnittkante verhärtet.

  3. Das Blattstück in Erde setzen und an einen hellen Ort stellen.

  4. Die Erde regelmäßig besprühen, damit sie nicht austrocknet.

  5. Warten, bis die neue Pflanze austreibt.

Teilung

Bei der Teilung wird der Wurzelballen einer gesunden, ausgewachsenen Pflanze in mehrere Stücke zerlegt, die dann einzeln eingetopft werden. Da dies etwas Schmutz verursachen kann, empfiehlt sich eine Unterlage aus Zeitungspapier oder die Arbeit im Freien.

Pflanzen: Bogenhanf, Einblatt

  1. Die Pflanze vorsichtig aus ihrem Topf nehmen, um die Wurzeln freizulegen.

  2. Den Wurzelballen behutsam mit den Händen (oder bei starker Verdichtung mit einem sauberen Messer) in kleinere Abschnitte teilen.

  3. Sicherstellen, dass jeder Abschnitt über eigene Wurzeln verfügt.

  4. Die geteilten Pflanzen in neue Töpfe mit frischer Erde setzen.

  5. Wie gewohnt wässern.

Kindel (Offsets)

Bei dieser Art der Vermehrung übernimmt die Pflanze die meiste Arbeit selbst. Kindel sind Miniatur-Versionen der Mutterpflanze, die entweder direkt in der Erde oder an langen Trieben wachsen. Man sollte sie erst entfernen, wenn sie bereits wie kleine, eigenständige Pflanzen aussehen.

Pflanzen: Aloe Vera, Bogenhanf, Grünlilie

  1. Das Kindel mit einem scharfen, sauberen Messer abschneiden oder vorsichtig durch Wackeln lösen.

  2. Eventuelle Erdreste mit handwarmem Wasser abspülen.

  3. Das Kindel 48 Stunden an einem kühlen Ort trocknen lassen.

  4. In Erde eintopfen und wie gewohnt wässern.


Nachsorge

Sobald die Stecklinge oder Teilungen begonnen haben, Wurzeln zu entwickeln, ist die richtige Pflege entscheidend. Es ist sicherzustellen, dass sie viel indirektes Sonnenlicht erhalten. Die Erde sollte konsequent feucht, aber nicht nass gehalten werden. Da viele Zimmerpflanzen in feuchten Umgebungen gedeihen, ist regelmäßiges Besprühen empfehlenswert.


Das Vermehren von Zimmerpflanzen ist eine erfüllende und unkomplizierte Möglichkeit, den eigenen Innendschungel zu erweitern. Mit den richtigen Werkzeugen, Techniken und ein wenig Geduld lassen sich zahlreiche neue Zimmerpflanzen heranziehen, ohne Geld auszugeben. Die neuen Pflanzen eignen sich zudem hervorragend als Geschenk für Familie und Freunde!



 
 
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